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Die Grazer Keplerspatzen präsentieren Joseph Haydns zweites und letztes großes Oratorium "Die Jahreszeiten", das unmittelbar nach der "Schöpfung" in den Jahren 1799/1800 entstand und am 24. April 1801 in Wien uraufgeführt wurde. Als Libretto liegt dem Werk ein englischer Text zugrunde: "The Seasons" von James Thomson, ein moralisierendes Lehrgedicht der Aufklärungszeit, das Haydns Freund und Berater, Gottfried van Swieten, ins Deutsche übertragen und den musikalischen Erfordernissen angepasst hat.

Die vier Jahreszeiten werden aus der Sicht des bäuerlichen Lebens geschildert. Die vier großen Teile des Werkes bestehen vor allem aus der Beschreibung der jeweiligen Jahreszeit unter Einschluss mehrerer Szenen aus dem Landleben. Der Text wird von drei Personen - dem Pächter Simon, seiner Tochter Hanne und dem jungen Bauern Lukas - im Wechsel mit dem Chor der Bäuerinnen, Bauern und Jäger vorgetragen. Eine durchgehende Handlung gibt es nicht; das Werk besteht aus vier in sich geschlossenen Kantaten. Die lebhafte Schilderung des alljährlichen Erblühens, Wachsens, Reifens und Vergehens in der Natur gipfelt in der tröstlichen Hoffnung des Schlusschores auf die ewige Herrlichkeit, die durch Gottes Allmacht sichtbar wird. |

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