Die gesetzliche Neuregelung des ärztlich assistierten Suizids im Jahr 2022 rückte das Thema ‚Sterbehilfe‘ wieder in das Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses. Um diesen Diskurs differenzierter betrachten zu können, nahm die 8c-Klasse am 03.02. im Rahmen des Philosophieunterrichts an einem eigens für sie organisierten Werkstattgespräch an der Karl-Franzens Universität teil. Prof. Hans-Walter Ruckenbauer des Instituts für Philosophie der Theologischen Fakultät stellte den Schülern die in Österreich unter bestimmten Umständen legalen Formen der Sterbehilfe (die indirekte Sterbehilfe, das Sterbenlassen sowie nun auch der ärztlich assistierte Suizid) der nicht-legalen Form der Tötung auf Verlangen gegenüber. Nicht nur konnten dabei spezifischste Fragen geklärt werden, auch wurden die Schüler hinsichtlich des Umgangs mit dem Wunsch nach Sterben generell und auch des diesbezüglichen ärztlichen Pathos sensibilisiert. Denn klar ist, dieser Umgang muss ein offener, differenzierter und vor allem einfühlsamer sein. Nach angeregten 1,5 Stunden Input und Diskussion führte Prof. Wohlmuther die Klasse noch über den Campus ihrer Alma Mater, der auch bald der Studienort einiger der anwesenden Schüler sein wird.