Zu Beginn gleich gibt er sich als Renaissance-Ensemble, das in einem lautmalerischen Madrigal einen kleinen Plagegeist („Der Floh“) besingt, welcher „kitzelt und bitzelt, krabbelt und zappelt". Sodann verkleidet er sich als Mozart und seine exzentrischen Freunde und lässt in „Caro mio Druck und Schluck" Wienerisch und Italienisch ohne Hemmungen aufeinanderprallen. Als Symphonieorchester entführen die Spatzen die Zuschauer auf eine wilde Fahrt in Johann Strauß‘ Schnellpolka „Vergnügungszug“ und das in einer brandneuen textlichen Bearbeitung in der die Koralmbahn schon geöffnet hat. Im weiteren Verlauf verwandelt sich der Chor aber auch noch in schwedische Reigentänzer („Zum Tanze da geht ein Mädel“), steirische Gstanzlsänger („Alleweil kann man net lustig sein“), einen sowjetischen Kinderchor („Veselá Fuga“) und viele andere mehr. Doch an diesem Abend legt der Chor auch zweimal seinen Masken ab und gewährt Einblicke hinter die Kulissen, die es sonst nicht gibt. In „Die Chorprobe" werden die Intonations- und Tempoübungen selbst präsentiert, samt den zuweilen damit verbundenen Seufzern der Sänger („Wir sind nicht Sklaven, nur ein Chor!"). Und in „Die Stimmen“ geraten Bass, Tenor, Alt, Sopran und Bariton aneinander bis sie schließlich doch einsehen müssen: „Zusammen sind wir ein Chor, und der geht wirklich ins Ohr!" Übrigens wurde das Stück von einem langjährigen Chormitglied eigens für dieses Konzert komponiert – dessen Stimmlage verraten wir an dieser Stelle aber nicht. Apropos Rätsel: Der Floh, der das Konzert eröffnete, kehrt im Laufe des Abends noch einmal zurück. Aber wo? Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer werden ihn finden und dürfen ihn behalten. Viel Vergnügen!
InformationenKonzert der Grazer Keplerspatzen
Wann & WoSonntag, 8. Februar 2026
KartenErwachsene / Schüler & Studenten Dort erhältlich: |
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